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Auf dem Foto ist eine Holzbank zu sehen, auf der gesunde Lebensmittel liegen. Auf der Bank sitzt ein Kind, ein weiteres steht kopfüber auf seinen Händen. Beide Kinder halten in einer Hand etwas zu essen. Der Text diskutiert die Einführung des Schulfachs Gesundheit.Schon die Kleinsten sollten sich in der Schule mit gesunder Ernährung und Bewegung auseinandersetzen. Nur so können langfristig gesunde Erwachsene aus ihnen werden. © GettyImages/Westend61

Gesundheit als Schulfach

Kind – iss doch mal Gemüse, das ist gesund. Und danach ein bisschen an die frische Luft, Bewegung tut gut. Werden da bei Ihnen auch Kindheitserinnerungen wach?

Der deutsche Komiker Karl Valentin hat einmal gesagt: „Es macht keinen Sinn, Kinder zu erziehen, sie machen sowieso alles nach“ – und Recht hat er. Essen, Trinken, soziales Verhalten, Routinen, Regeln: Von klein auf imitieren wir, was uns vorgelebt wird. Und weil der Mensch ein Gewohnheitstier ist, behält er die einmal erlernten Muster in der Regel ein Leben lang so bei.

Das gilt für alltägliche Handgriffe wie Schuhe binden genauso wie für den Umgang mit dem eigenen Körper. Wer früh die Erfahrung macht, dass Bewegung an der frischen Luft oder ein kurzer Mittagsschlaf neue Lebensgeister wecken, verinnerlicht solche positiven Erlebnisse – und wiederholt sie. Wenn Bewegung, gesundes Essen und regelmäßige Erholungspausen Gewohnheitssache sind, geht uns eine gesunde Lebensweise leichter von der Hand. Alles was es dafür braucht, ist die Erfahrung – und das Wissen darum.

Fürs Leben gewappnet

Das Fundament unserer Bildung wird in der Schule gelegt. Wenn „Gesundheit“ ein eigenes Schulfach wäre, könnten Kinder – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, familiärem und sozialem Hintergrund – früh lernen, wie sie ihrem Körper Gutes tun und als Erwachsene auf dieses Wissen aufbauen. Denn ein gesunder Lebensstil und seelische Widerstandsfähigkeit (auch Resilienz genannt) lassen sich genauso trainieren wie Lesen und Schreiben.

Gerade mit Blick auf die aktuelle Covid-19-Pandemie ist solches Wissen wichtiger denn je. Auch buchstäblich überlebenswichtige Themen wie Unfälle vermeiden, Erste Hilfe leisten oder wie Impfungen funktionieren, gehören auf den Stundenplan. Denn dann lernen Kinder was fürs Leben. Sie brauchen fundierte Informationen und Quellen, auf die sie sich verlassen können – und einen geschulten Blick, um nicht den vermeintlichen „YouTube-Experten“ im Internet auf den Leim zu gehen.

Neugierig bleiben

Das Lernen hört nicht nach der Schule auf. So wie wir uns im Beruf regelmäßig weiterbilden, sollten wir das auch privat für unsere Gesundheit tun. Zahlreiche Online-Angebote machen das zudem so einfach wie noch nie. Die Zeit, die wir dafür aufbringen, lohnt sich. Denn wir investieren dabei in das Wertvollste, das wir besitzen: unsere Gesundheit.

Fabienne Hoffmann ist Bereichsleiterin Gesundheitsförderung bei der vivida bkk.

© Steffen Müller-Klenk

Fabienne Hoffmann (29) ist Bereichsleiterin Gesundheitsförderung bei der vivida bkk. Als Sportwissenschaftlerin und -therapeutin sind Bewegung und Gesundheit für sie Herzenssache.
Die Präventionsstiftung „Die Gesundarbeiter – Zukunftsverantwortung Gesundheit“ der vivida bkk setzt sich dafür ein, dass das Thema Gesundheit in den verschiedenen Lebensbereichen eine Rolle spielt. Mehr zur Stiftung und zum Thema „Schulfach Gesundheit“ unter: www.vividabkk.de/schulfach-gesundheit


 

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