Yoga
Beschreibung
Yoga ist eine indisch-philosophische Lehre die gestige und körperliche Übungen umfasst. Übersetzt bedeutet Yoga etwa Integration, aber auch anspannen was die Vereinigung von Körper und Seele durch körperliche Übung und Konzentration umschreibt. Das Verfolgen des gleichen Ziels wird in den verschiedenen Yogaschulen mit eigener Philosophie und Praxis oft sehr unterschiedlich umgesetzt.
Erste Erwähnung findet sich schon in Schriften aus dem 7. Jahrhundert. Als Begründer wird häufig Patanjali genannt, der im 3 Jahrhundert v. Chr. die Yogalehren in Merksprüchen (Sutras) zusammenfasste. Aber auch in anderen altindischen Schriften lassen sich Instruktionen für die Lebensweise des Yoga entnehmen.
"Beide Wege führen zur Erlösung der Seele: die Entsagung wie auch der Yoga des Wirkens. Jedoch steht von beiden der Yoga des Wirkens auf einer höheren Stufe als der Verzicht auf das Wirken" Sri Aurobindo, Die Bhagavadgita
Ursprünglich war Yoga ein rein spiritueller Weg der Erleuchtung durch Meditation und die Asanas, die körperlichen Übungen entstanden nebenher um den Körper für das stundenlange Sitzen im Lotussitz zu kräftigen. Durch Bewegung, Atem, Konzentration wird die Lebensenergie (Kundalini) stimuliert, dass diese über die Wirbelsäule in die Chakren steigt.
In den meditativen Formen liegt der Schwerpunkt im Training der Konzentration. Im westlichen Verständnis beschränkt sich Yoga meist auf die körperlichen Übungen, die unter dem Oberbegriff Hatha Yoga gebündelt werden (siehe Yogastile).
Durch das Training von Kraft, Flexibilität und Gleichgewichtssinn kann Yoga verschiedenste Krankheitsbilder wie Durchblutungsstörungen, Schlafstörungen, nervösen Beschwerden, chronischen Kopf- und Rückenschmerzen lindern. Die Muskeln, Knochen Gelenke, aber auch der Blutkreislauf, das Nervensystem, die Drüsen, der Hormonhaushalt, die Zellen und die Organe reagieren auf das regelmäßige Üben von Yoga. Dies führt zu einem gesunden Gleichgewicht zwischen Flexibilität, Kraft und Ausdauer nicht nur auf körperlicher, sondern auch auf emotionaler Ebene. Diese äußere und innere Ausgeglichenheit ist eine notwendige Basis für mentales und spirituelles Wachstum.
Yogastile
Iyengar Yoga: ist eine Form des Hartha Yoga und von B.K.S.Iyengar in Südindien entwickelt worden und basiert auf dem Ashtangayoga und den Yogasutren des Patanjali. Iyengar entwickelte in den vergangenen 70 Jahren das System der asanas und des pranajama weiter deren Präzision in den verschiedenen Körperhaltungen und der Atemübungen, die Iyengar Yoga von anderen Yogastilen abhebt.
In dieser Yogaform werden Hilfsmittel wie rutschfeste Matten, Gurte, Polster eingesetzt um auch schwierige Asanas einzunehmen. Dies macht es besonders für körperlich beeinträchtige Menschen interessant. Charakteristisch für Iyengaryoga ist die detailierte intensive praxis, die Dauer die in den Asanas verblieben wird um ihre auch mentale wirkung zu entfalten.
TriYoga: Wird auch Prasara – Fluss ohne Anstrengung genannt und ist eine fließende form des klassischen Hartayoga. Namensgebend ist die universelle Trinität, die Einheit von Körper, Geist und Seele sowie in der Yogapraxis aus Bewegungsübungen (Asanas), Atemübungen (Pranayamas) und Handgesten (Mudras). TriYoga lässt sich sanft meditativ aber auch Herrausfordernd, kraftvoll und dynamisch geübt werden. Der Trainingszyklus ist so gestaltet, das Asanas, Pranayama und Mudras, verbunden durch wellenförmige Bewegungen der Wirbelsäule, in aufbauenden Serien wiederholt werden und sich so ihre Wirkung in immer tiefere Schichten vordringt.
Kundalini Yoga: Wurde 1968 von YogiBhajan in den Westen gebracht. Yoga der Bewusstheit für Kraft, Wachheit und Elan im alltäglichen Leben und stammt ursprünglich aus Westindien. Am unteren Ende der Wirbelsäule ruht Kundalini, eine Kraft die durch Yoga geweckt werden kann und die Entfaltung des kreativen Potentials bewirkt.
Kundalini Yoga umfasst dynamische und fließende Übungen, Halteübungen und (mantra)Meditationen die im spielerischen Umgang den Alltag bereichern. Neben der körperlichen Betätigng wird auch die emotionale Ebene betrachtet.
Raja Ashtanga Yoga: Greift auf die 2000 Jahre alten Yogasutras des Patanjali zurück. Diese Richtung wurde durch Yogi Swami Vivekananda Ende des 19.Jdhs wiederbelebt und in den Westen eingeführt. Basis bildet das Ashtanga Yoga das Herzstück des klassischen Yogas, der achtgliedrige Yoga Pfad.
Die Asanas dieses Yogas sind eine Auseinandersetzung mit allem was im Körper steif ist, mit allem was „NEIN“ sagt. Weitere wichtige Wirkung ist das beruhigen des Gedankenflusses weswegen wenig bis gar nicht gesprochen wird. Es geht nicht um Leistungsanspruch wie in den neu definierten „Poweryogas“ die die Gefahr auf eine Reduzierung auf bloße Gymnastikübungen bergen.

