Hormonyoga
Beschreibung
Die Debatte um die Studienergebnisse von erhöhten Risiken von hormoneller Substitution bei Frauen in den Wechseljahren hat zu einer verstärkten Hinwendung zu natürlichen aber fundierten Methoden geführt.
Die brasilianischstämmige Psychologin und Yogalerherin Dina Rodrigues entwickelte aus der Kombination von Hatha-Yoga, dem Kundalini Yoga und tibetischen Energieübungen einen Übungszyklus der gezielt Eierstöcke, Schilddrüse und Nebennieren stimuliert, um die Hormonproduktion anzuregen. Damit kommen neben Wechseljahresbeschwerden auch alle anderen hormonbedingten Leiden als durch Hormonyoga therapierbar in Frage.
Kinderlosigkeit, prämenstruelles Syndrom, depressive Verstimmungen, Libidoverlust und Schlaflosigkeit. Alle diese Anzeichen erfahren durch Rodrigues Yogaübungen Linderung.
Einmal in einem Kurs erlernt wird die gleich bleibende Übungsreihe zuhause fortgeführt, verspricht schon nach kurzer Zeit erste Erfolge und bei längerfristiger Anwendung eine drastische Reduzierung der erwähnten Symptome. Je nach Organisation des Kurses finden dann alle paar Wochen Wiederauffrischungs- und Austauschtreffen statt.
Laut einer Studie der Universität São Paulo Stieg der Östrogenspiegel nach 4 monatiger Durchführung der Hormonyogaübungen um bis zu 264%, die Produktivität der Eierstöcke um bis zu 75%.
Dina Rodrigues empfiehlt sogar schon Frauen ab 30 Ihren Übungszyklus um einem vorzeitigen Einsetzen des Klimakteriums sowie den Folgen von Östrogenmangel vorzubeugen.
Im Gegensatz zu Frauen verläuft die hormonelle Umstellung beim Mann eher schleichend. Häufig sind es externe Faktoren wie Stress, Medikamente oder Übergewicht die ein starkes, hormonelles Ungleichgewicht verursachen. Das Testosteron-Mangel-Syndrom nennt sich PADAM (Partial Androgen Deficiency in the Aging Male)
Das starke Absinken des Testosteronspiegels führt zu abnehmender Leistungsfähigkeit, chronischer Müdigkeit, reduzierter Libido und Potenz.
Inzwischen werden auch Hormonyogakurse abgestimmt auf das männliche Drüsen- und Hormonsystem angeboten um durch die Übungen solche testosteronmangelbedingte Beschwerden zu behandeln und stellen damit auch für die Herren eine natürliche Alternative zur medikamentösen Behandlung dar.
Im Hormon-Yoga gibt es ebenfalls gezielte Übungen gegen Stress zur Beruhigung des vegetativen Nervensystems sowie Hinweise auf eine gesunde Ernährung, die sich positiv auf die hormonelle Balance auswirkt.
Diese ganzheitliche Kombination aus Hormonsystemstimulanz und Stressreduktion, wirkt verjüngend, reaktivierend auf physischer, psychischer und energetischer Ebene und führt zu einer ausgeglichenen Lebensweise im fortschreitenden Alter. Better-Agigng statt Anti-aging - Dina Rodrigues ist lebendiger Beweis: Ihre 83 Lebensjahre hält man für eine schamlose Übertreibung.
Übungen
Im Schulterstand mit gestreckten Beine ein V formen, Beckenbereich entspannen. 15x die Bhastrika-Atmung durchführen, anschließend Damm-Muskeln zusammenziehen und entspannen (Mulabandha), das stärkt die Wirbelsäule im Bereich des Steiß.
Weiter im Schulterstand, beide Knie beugen, Füße geschlossen halten. Beim Einatmen Beine strecken, beim Ausatmen Knie und Fersen anziehen. 15x Bhastrika und Mulabandha. Den Energiefluss vom Becken zur Schilddrüse visualisieren. Linkes Bein anwinkeln, rechten Fuß aufs linke Knie setzen. Rechtes Knie zur rechten Gesichtsseite führen und 7x Bhastrika ausführen. Atmen, Luft anhalten. Mit anderem Bein wiederholen, dabei wieder den Energiefluss vorstellen und aktiv lenken.
Aufrecht sitzen, beim Einatmen auf die Nasenspitze konzentrieren, die Luft anhalten das Kinn richtung Brustbein bewegen, Bauch einziehen. Den Luftstrom durch Verengung der Kehle hemmen. Dann den Kopf nach hinten legen und den Hals dehnen.
In der Rückenlage, Beine hoch strecken und die Hüfte abstützen. Beckenbereich an- und entspannen. Im Schulterstand mit ausgestreckten Beinen „in der Luft gehen“
Dabei die richtige Atemtechnik „Bhastrika“ anwenden: 15x kraftvoll in den Bauch einatmen. Beim Ausatmen Bauch und Nabel einziehen